Externe Festplatte an der PS5: Warum du diesen fatalen Fehler vermeiden musst

Die PlayStation 5 hat seit ihrer Einführung Millionen von Spielern begeistert – nicht zuletzt wegen ihrer beeindruckenden Abwärtskompatibilität. Sony bestätigt zehn PS4-Titel inkompatibel, doch das bedeutet gleichzeitig, dass über 4.000 Spiele problemlos auf der neuen Konsole laufen. Gerade wenn ihr eine umfangreiche PS4-Spielesammlung besitzt oder mit externen Speicherlösungen arbeitet, gibt es einige Details, die ihr unbedingt kennen solltet.

Abwärtskompatibilität der PS5: Fast perfekt, aber nicht ganz

Sony hat bei der Entwicklung der PS5 besonderen Wert darauf gelegt, dass bestehende Spielesammlungen nicht plötzlich wertlos werden. Die gute Nachricht: Ihr könnt praktisch eure gesamte PS4-Bibliothek weiterspielen. Viele Titel profitieren sogar von der stärkeren Hardware durch stabilere Bildraten oder kürzere Ladezeiten, teilweise dank der Game-Boost-Funktion der PS5.

Allerdings gibt es tatsächlich eine Handvoll Spiele, die auf der PS5 nicht funktionieren. Diese Ausnahmen sind zwar selten, aber für Sammler und Fans bestimmter Nischentitel durchaus relevant. Die vollständige Liste umfasst DWVR, einen VR-Shooter, der auch auf der PS4 nur begrenzt verfügbar war, Afro Samurai 2: Revenge of Kuma Volume One, ein Titel, der wegen seiner schlechten Qualität sogar vom Entwickler zurückgezogen wurde, sowie TT Isle of Man – Ride on the Edge 2, ein Motorrad-Rennspiel für Hardcore-Fans. Dazu kommen Just Deal With It!, Shadow Complex Remastered, Robinson: The Journey, We Sing, Hitman Go: Definitive Edition, Shadwen und Joe’s Diner.

Die meisten dieser Titel sind entweder nicht mehr erhältlich oder waren bereits auf der PS4 Nischenprodukte. Für die überwiegende Mehrheit der Spieler dürfte diese Liste keine Rolle spielen, da sie weniger als ein Prozent aller verfügbaren PS4-Spiele ausmacht.

Der P.T.-Mythos: Was wirklich stimmt

Eine häufig kursierende Behauptung besagt, dass auch P.T., der legendäre Horror-Demo von Hideo Kojima, auf der PS5 nicht funktioniere. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit und gehört zu den hartnäckigen Mythen rund um die PS5-Kompatibilität. P.T. erscheint nicht auf der offiziellen PlayStation-Liste der inkompatiblen Spiele. Die Verwirrung rührt vermutlich daher, dass der Titel bereits aus dem PlayStation Store entfernt wurde und ohnehin nur schwer zugänglich ist – die Inkompatibilität mit der PS5 ist jedoch eine Falschmeldung.

Externe Festplatten und PS5: Was funktioniert und was nicht

Ein weiterer wichtiger Aspekt der PS5-Kompatibilität betrifft externe Speicherlösungen. Der interne SSD-Speicher der PS5 ist mit rund 667 GB nutzbarem Platz schnell voll – besonders wenn moderne Spiele oft 50 bis 100 GB benötigen. Externe Festplatten scheinen da eine logische Lösung zu sein, doch hier gibt es entscheidende Einschränkungen.

Die gute Nachricht zuerst: Ihr könnt PS4-Spiele direkt von externer Festplatte spielen. Das funktioniert mit allen USB-3.0-kompatiblen externen Festplatten oder SSDs. Ihr könnt eure bestehende PS4-Festplatte einfach an die PS5 anschließen und sofort weiterspielen. Die Ladezeiten sind zwar nicht so schnell wie beim internen SSD-Speicher der PS5, aber für PS4-Titel absolut ausreichend. Diese Lösung ist besonders praktisch, wenn ihr eine große PS4-Sammlung habt und den wertvollen internen Speicher der PS5 für native PS5-Spiele reservieren möchtet.

PS5-Spiele: Nur Speichern, nicht Spielen

Hier wird es etwas komplizierter: Native PS5-Spiele können nicht direkt von einer externen Festplatte gespielt werden. Sie benötigen zwingend den internen SSD-Speicher oder eine kompatible M.2-SSD-Erweiterung. Der Grund liegt in der Architektur der PS5: Sony hat die Konsole um eine extrem schnelle SSD herum entwickelt, die Ladezeiten nahezu eliminiert und neue Spieldesign-Möglichkeiten eröffnet. Diese Geschwindigkeit erreichen herkömmliche externe USB-Festplatten einfach nicht.

Allerdings könnt ihr PS5-Spiele auf einer externen Festplatte archivieren. Das bedeutet: Spiele, die ihr gerade nicht spielt, lassen sich auf die externe Festplatte verschieben, um internen Speicher freizugeben. Wenn ihr sie später spielen wollt, müsst ihr sie einfach zurück auf die interne SSD kopieren – was deutlich schneller geht als ein kompletter Download aus dem PlayStation Network.

Praktische Tipps für die Speicherverwaltung

Die Einschränkungen bei PS5-Spielen mögen zunächst umständlich wirken, aber mit der richtigen Strategie lässt sich der Speicher effizient nutzen. Wer dauerhaft mehr Platz für PS5-Spiele benötigt, sollte über eine interne M.2-SSD-Erweiterung nachdenken. Sony hat den entsprechenden Erweiterungsschacht mit einem System-Update freigeschaltet. Wichtig ist, dass die SSD bestimmte Geschwindigkeitsanforderungen erfüllt – Sony empfiehlt mindestens PCIe 4.0 mit 5.500 MB/s Lesegeschwindigkeit. Marken wie Samsung, Western Digital oder Seagate bieten passende Modelle an.

Mit einer 1TB- oder 2TB-M.2-SSD habt ihr genug Platz für eine umfangreiche PS5-Spielesammlung, ohne ständig jonglieren zu müssen. Eine günstige externe USB-Festplatte mit 2 oder 4 TB Kapazität eignet sich perfekt als Archiv. Spiele, die ihr durchgespielt habt oder nur gelegentlich startet, wandern dorthin. Bei Bedarf dauert die Rückkopierung meist nur 10 bis 20 Minuten – deutlich schneller als ein mehrstündiger Download.

Macht es euch zur Gewohnheit, regelmäßig eure Spielebibliothek durchzugehen. Viele Spieler installieren Titel, spielen sie einmal kurz an und vergessen sie dann. Diese ungenutzten Spiele fressen wertvollen Speicherplatz. Ein monatlicher Check hilft, den Überblick zu behalten und vermeidet nerviges Löschen in letzter Sekunde, wenn ihr ein neues Spiel herunterladen wollt.

Warum diese Einschränkungen existieren

Die Beschränkungen bei der Abwärtskompatibilität und beim externen Speicher sind keine Willkür, sondern technisch bedingt. Die zehn inkompatiblen PS4-Spiele nutzen offenbar spezifische Hardware-Features oder Software-Eigenheiten der PS4, die sich nicht einfach emulieren lassen. Bei Titeln wie VR-Spielen oder technisch problematischen Releases ist der Aufwand für Kompatibilität schlicht zu hoch im Vergleich zur verschwindend geringen Nutzerbasis.

Die Speicher-Beschränkung für PS5-Spiele hingegen resultiert aus Sonys Designphilosophie: Die ultraschnelle SSD ist kein optionales Feature, sondern fundamentaler Bestandteil der Konsolen-Architektur. Entwickler können sich darauf verlassen, dass diese Geschwindigkeit immer verfügbar ist – was neue Gameplay-Konzepte ermöglicht, die auf langsameren Medien nicht funktionieren würden. Spiele wie Ratchet & Clank: Rift Apart nutzen diese Technologie für nahtlose Welten-Wechsel innerhalb von Sekunden.

Die Tatsache, dass über 4.000 PS4-Spiele problemlos funktionieren, während nur zehn Titel nicht laufen, ist eine beeindruckende Leistung. Die Speicher-Situation erfordert zwar etwas Planung, lässt sich aber mit erschwinglichen Lösungen in den Griff bekommen. Wer von der PS4 zur PS5 wechselt, kann seine komplette Spielesammlung mitnehmen – mit besserer Performance und kürzeren Ladezeiten. Die wenigen Ausnahmen fallen kaum ins Gewicht, und die Speicher-Thematik ist mit einer M.2-SSD dauerhaft gelöst. Sony hat hier einen guten Kompromiss zwischen Innovation und Abwärtskompatibilität gefunden, von dem letztlich alle Spieler profitieren.

Wie viele der 10 inkompatiblen PS4-Spiele besitzt du?
Keins davon
Ein oder zwei Spiele
Mehrere dieser Titel
Ich kannte sie nicht mal
Ich spiele nur PS5 Games

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